„Deine Stimme zählt“ – erste Jugendkonferenz am MPG

Wie nehmen junge Menschen die Herausforderungen unserer Zeit wahr? Welche Themen beschäftigen sie besonders? Und welche Ideen haben sie für die Zukunft von Schule, Gesellschaft und Demokratie? Mit diesen – und vielen weiteren - Fragen beschäftigten sich rund 90 Schülerinnen und Schüler der höheren Klassenstufen bei unserer Jugendkonferenz am MPG am vergangenen Montag.

Die Veranstaltung wurde von unserer SMV, Frau Becker und Herrn Greiner-Ude organisiert und ist Teil der landesweiten Jugendkonferenzen unter der Schirmherrschaft des Kultusministeriums, die unter dem Motto „Deine Stimme zählt“ stehen. Das Ziel dieses landesweiten Beteiligungsformats ist es, Jugendlichen eine Plattform zu bieten, ihre Meinungen, Anliegen und Ideen einzubringen und demokratische Beteiligung konkret erlebbar zu machen.

Moderiert wurde die Konferenz von unseren Schülersprechern Neela, Miguel und Charlotte. Unterstützt wurden sie dabei von der externen Moderatorin Aysu Karayagiz. Gemeinsam führten sie die Teilnehmenden durch den Austausch an insgesamt elf Thementischen. Die Themen spiegelten die Vielfalt der Interessen und Fragen wider, die unsere Schülerinnen und Schüler bewegen. Diskutiert wurde unter anderem über mentale Gesundheit, den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Bildung und Gesellschaft, aktuelle Herausforderungen der Umweltpolitik sowie die Zukunft der Demokratie. In mehreren Gesprächsrunden konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Standpunkte austauschen, Erfahrungen teilen und Ideen für Veränderungen entwickeln. Besonders wertvoll war dabei der Austausch zwischen den verschiedenen Altersstufen. Samuel aus der 8b berichtete etwa: „Interessant war es für mich, andere Schüler zu hören – vor allem ältere. Im Schulalltag erfährt man meist nicht, was Schülerinnen und Schüler anderer Klassenstufen für Meinungen und Ansichten haben.“ Die Jugendkonferenz eröffnete damit einen Raum für Begegnungen und Diskussionen, die im regulären Schulalltag nur selten möglich sind. Für Josias – ebenfalls aus der achten Klasse - stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, was mit den Ergebnissen der Gespräche geschieht: „Wichtig wäre mir, dass meine Meinung nun auch gehört wird.“ Genau darin liegt auch die Idee der Jugendkonferenzen: Jugendliche sollen nicht nur miteinander diskutieren, sondern erfahren, dass ihre Perspektiven ernst genommen werden und in weitere Entscheidungsprozesse einfließen können.

Die erste Jugendkonferenz am MPG hat gezeigt, wie groß das Interesse junger Menschen an gesellschaftlichen und politischen Themen ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Demokratie vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven lebt. Die positive Resonanz der Teilnehmenden macht Mut, diesen Weg der Beteiligung und Mitgestaltung auch in Zukunft weiterzugehen – vielleicht schon im nächsten Jahr?