Am 25. März fand am MPG in Zusammenarbeit mit der HfWU zum ersten Mal ein « Tag der Lebensretter » statt, bei dem verschiedene Hilfsorganisationen den Schülern ihre Arbeit vorstellten, um hautnah, erlebbar zu machen, wie Einsätze vorbereitet werden, welche Technik zum Einsatz kommt und wie man in Notsituationen richtig reagiert.
Seit der Flut im Ahrtal im Jahr 2021 sollte der Katastrophenschutz an den Schulen verankert und alle Sechstklässler darin unterrichtet werden, wie man in Notfällen richtig reagiert und welche Hilfsorganisation wofür zuständig ist. Da dieser Unterricht noch nie am MPG stattgefunden hatte, wurde der Tag für alle Jahrgänge geöffnet. Die Klassen 6 bis 11 bekamen einen Laufzettel für alle Stationen, die Klassen 5 und 12 die Möglichkeit, die Angebote in der Pause wahrzunehmen. Schüler des benachbarten Peter-Härtling-Gymnasiums waren auch dabei.
Mit Laufzetteln waren die Kinder und Jugendlichen anderthalb Stunden unterwegs zwischen Wasserrettung und Gesundheitsamt. Beim Technischen Hilfswerk (THW) durften sie eine selbsttragende Bogenkonstruktion, auch als Leonardo-Brücke bekannt, errichten. Die Johanniter und das Rote Kreuz zeigten gemeinsam mit den Schulsanitätern des MPG das kleine Einmaleins der Ersten Hilfe. Ein Feuerwehrauto und ein Krankenwagen konnten besichtigt werden. Einige Schüler hatten viel Spaß daran, mit der Fahrtrage auf dem Schulhof herumzuflitzen. Andere stiegen gerne mal ins Schlauchboot der DLRG.
Es präsentierten sich nicht nur die Blaulichtfamilie, sondern auch potenzielle Arbeitgeber wie das Gesundheitsamt oder die Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW). Die Straßenverkehrswacht hatte sogar einen Überschlagssimulator mitgebracht. Dort konnten Schülerinnen und Schüler ausprobieren, wie es ist, sich aus einem Auto zu befreien, das auf dem Dach liegt.
Es besteht die Hoffnung, dass der eine oder andere beim „Tag der Lebensretter“ ein neues Interesse oder Engagement entdeckt hat und junge Menschen für ein Ehrenamt, ein Praktikum, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder sogar eine berufliche Laufbahn begeistert werden konnten.
