Was geschieht mit Geschichten, die man hunderte Male erzählt? Was darf ein Schriftsteller, der über ein reales Ereignis schreibt? Was leistet der Roman im Unterschied zum Sachbuch? Der Autor Kaleb Erdmann erlebte selbst als Fünftklässler eine Gewalttat an seinem Erfurter Gymnasium und verdichtet dieses Erlebnis zu einem Roman, der sich diesen Fragen stellt. "Die Ausweichschule" erschien 2024 und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.
Bei der Lesung am 9. Februar 2026 hatte unsere 10a nicht nur Gelegenheit, Auszüge aus dem Roman zu hören, sondern auch mit dem Autor ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, welche Gedanken und Überlegungen einem solchen Projekt vorausgehen. Was wir hörten, war erschütternd und beklemmend, aber auch eine Anregung, noch genauer über die Möglichkeiten von Literatur und den Umgang mit Erinnerungen zu diskutieren.
