Vier Menschen, vier Geschichten und ein Thema: der Holocaust

Am Donnerstag, dem 4. Dezember, war die ganze Kursstufe 1 im K3N in Nürtingen eingeladen, wo vier verschiedene Menschen von ihren Erfahrungen mit dem Holocaust und dem Leben als Jude allgemein berichtet haben.

Einer der Zeitzeugen war Pavel Hoffmann, der aufgrund seines hohen Alters (er wurde 1939 geboren) noch einzelne Erinnerungen an seine Kindheit im Lager Theresienstadt hat. Beide Eltern wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Seine zum Teil provokativen Aussagen, vor allem zur Lage Israels heute, unterschieden sich sehr von denen der sehr positiv gestimmten folgenden Zeitzeugin: Mina Gambel führte uns mit drei selbstgemalten Bildern durch ihre Lebensgeschichte und zeigte, dass sie einen anderen Weg gefunden hat, mit ihrer Vergangenheit umzugehen. Der dritte Zeitzeuge, Fredy Kahn, ergänzte durch die Perspektive eines in der Nachkriegszeit geborenen Kindes von Holocaustüberlebenden den Abend: Er erzählte von der jahrhundertelangen Geschichte der jüdischen Gemeinden im Raum Nagold, die durch den Massenmord der Nationalsozialisten ein jähes Ende fand. Als Abschluss wurde noch die Vorstandssprecherin der jüdischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Barbara Traub auf die Bühne gebeten. Sie informierte uns über das Leben als Jüdin heute.

Der Abend war sehr informativ und eindrücklich und bot einen Einblick in die verschiedenen Leben als Holocaustüberlebender und Zeitzeuge.

                                                                                    (Samira Maurer, Charlotte Knopf, J1)