Die Klasse 8f schloss die Biologie-Unterrichtseinheit Neurobiologie mit einer besonderen Aktion ab: Eine Doppelstunde wurde von Zehntklässlern der Suchtpräventions-AG gestaltet. Ziel war es, den Einfluss auf das Gehirn für die Klasse erlebbar zu machen und sich zusammen mit den Suchtpräventions-Experten zu überlegen, wie man selbst zum Thema steht. Die Einflussnahme von Alkohol auf das Gehirn konnte mit Alkoholrauschbrillen zumindest teilweise simuliert werden. Diese Spezialanfertigungen beeinträchtigen die Wahrnehmung, indem sie den Verlust des Gleichgewichtssinns und der Entfernungseinschätzung nachstellen. Auf einer Linie zu laufen wurde für die SchülerInnen der 8f zur Herausforderung. Das hat Respekt vor dem Zustand der Trunkenheit verschafft, wie die Aussage einer Schülerin zeigt: „Ich hatte das Gefühl die Kontrolle zu verlieren. Die Brille kann ich jederzeit wieder absetzen, wenn es mir zu viel wird, in einem Rauschzustand ist das ja nicht möglich.“
In einer weiteren Übung konnten die Achtklässler durch ihre Positionierung im Raum verschiedenen Aussagen zustimmen oder sie ablehnen: Gehört Alkohol bei Erwachsenen zu einer guten Party? Hat es Einfluss auf mich, ob meine Freunde Alkohol trinken? Die Einnahme unterschiedlicher Positionen im Raum half dabei, sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden. „Es war auch mal gut zu sehen, welche Gedanken sich die anderen zu dem Thema machen“, schließt eine Schülerin.
Mit herzlichem Dank an die Suchtpräventions-AG-Schüler.
Melanie Schnichels
